Dit un dat

29.01.2026 Heute hatte ich ganz besonderen Besuch. Virpi war da und hat mir gezeigt, wie Hundezucht geht. Das war toll. Mein Herrchen sagt, ich werde bald Papa. 
Von nun an bin ich ein erfahrener Deckrüde.

12.02.2024 Begegnung der dritten Art
Heute früh sind wir, wie mehrfach pro Woche üblich, am Fahrrad zu Antons Kita gelaufen. Herrchen lässt uns dabei immer ohne Leine neben dem Fahrrad her laufen und hat uns im dichteren Straßenverkehr “bei Fuß”. Das geht aber nur ein paar hundert Meter so, dann kommt ein Fahrradweg an dem ein Acker angrenzt und wir können frei laufen. Heute war es eigentlich wie jedes Mal, bis sich Herrchen für einen flüchtigen Kontrollblick umdrehte und etwas großes Braunes auf uns zuschießen sah. Balu und ich hatten zu diesem Zeitpunkt unsere Nasen in einer gut duftenden Stelle am Wegesrand versenkt. Der zweite Blick bestätigte: Tatsächlich! Da rannte ein Rhodesian Ridgeback (großer, südafrikanischer Jagdhund) auf uns zu. Herrchen stellte das Fahrrad mit Anton im Fahrradanhänger ab und rief uns. Wir hatten nun auch den Angreifer wahrgenommen und die Körpersprache von uns drei Hunden ließ keinen Zweifel daran, dass es sich nicht um einen Freundschaftsbesuch handelte. Balu war froh, dass nun Herrchen die Kontrolle übernahm und folgte erleichtert dem Rückruf. Die aufgestellte Bürste auf seinem Rücken blieb aber. Ich wollte auch hinterher, kam aber nicht weit. Denn sobald ich zu Herrchen lief, hatte der Ridgeback wieder ein Jagdobjekt, das er hetzen konnte. Nach 5 Metern musste ich stehen bleiben und drehte mich, um den Angreifer zu stellen. So standen wir noch da, im 45 Gradwinkel zueinander, mit steifer Körperspannung als Herrchen eintraf. Er sprach ruhig zu dem fremden Hund, drängte ihn ab und griff ihn am Halsband. Balu und mich befahl er beim Fahrradanhänger ins Sitz. Wir sollten auf Anton aufpassen. 
Balu war sichtlich aufgewühlt. Machte aber, wie ihm geheißen. 
Herrchen brachte dann den Ridgeback am Halsband zurück. Mehrfach versuchte er sich loszureißen und Herrchen musste innehalten und den großen Jagdhund beruhigen. Derweil kam schon die Besitzerin angerannt. Es stellte sich heraus, dass der zweijährige Rüde beim Anblick zweier vorbeilaufender Hunde nicht zu halten war und aus der gerade geöffneten Haustür schoss. 
Ach wie gut, dass Herrchen mit uns so oft in den Hundefreilauf gefahren ist, als wir noch jünger waren. Nur unangeleint können Hunde ihr Kommunikationsrepertoire ausschöpfen. Körperhaltung, Blickführung und Meidbewegungen sind wesentliche Bestandteile einer Hundebegegnung. Die Freiheit diese in einem geschützten Rahmen zu erleben, schulen den Junghund im Umgang mit seinen Artgenossen. Die meisten Hundebegegnungen sind positiv. Aber auch mit den negativen lernt der Junghund umzugehen und schöpft so Vertrauen in sich und Herrchen. Wenn der Junghund droht durch die Situation überfordert zu werden, greift Herrchen ein, ordnet die Situation und lässt die Hunde anschließend wieder frei. Das dadurch erwachsene Selbstvertrauen hilft dann bei Begegnungen wie heute und verhindert ein Blutvergießen. 

Feragen XXL Gentest

Heute konnte mein Herrchen den lang erwarteten Feragen Gentest einsehen. Der VSVR hatte beschlossen alle Zuchthunde testen zu lassen und es finanziell gefördert, weil vereinzelt seltene Gendefekte in der Spitzpopulation aufgetreten sind. Auch wenn ich schon bei Laboklin getestet war und kerngesund wirke, ist es doch eine Erleichterung für Herrchen, dass alles in bester Ordnung ist. Mehr als das! Die seltenen Gendefekte sind allesamt an mir vorüber gegangen. Auch rezessiv bin ich kein Träger.
Und zum Schluss gibt es sogar eine Überraschung. Laut Feragen habe ich eine zusätzliche Färbung in meinem Erbgut, das Allel I. Komisch laut Laboklin habe ich es nicht. 
Also bei beiden Laboren nachgefragt und tatsächlich bin ich wohl irgendwie dazwischen. Es ist spannend, dass die Genetik zwar im Labor entschlüsselt werden kann, aber die Natur kennt nicht nur 1 oder 0.